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Pilotprojekt für grünen Wasserstoff geht in nächste Phase

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BayWa r.e. und ihr niederländisches Tochterunternehmen GroenLeven läuten in Zusammenarbeit mit Alliander, dem größten Netzbetreiber der Niederlande, die nächste Phase ihres Pilotprojekts SinneWetterstof ein. Durch das Projekt soll insbesondere das Potenzial von Wasserstoff zur Senkung von CO2-Emissionen erforscht werden.

Nach Abschluss der Kooperationsvereinbarungen beginnt nun die Bauphase des Wasserstoffsystems. Abnehmer des grünen Wasserstoffs ist der auf nachhaltige Kraftstoffe spezialisierte Tankstellenbetreiber OrangeGas.

Bei dem Projekt wird Solarenergie aus einem 50 MWp-Solarpark in Zeiten der Überproduktion mit einem Elektrolyseur in grünen Wasserstoff umgewandelt. Mit dieser Wasserstofflösung kann die erzeugte Energie nachhaltig vor Ort gespeichert werden und geht nicht verloren.

Das Projekt ist eines der ersten seiner Art und soll zusätzlich Aufschluss darüber geben, inwieweit ein Wasserstoff-Elektrolyseur dem Erzeugungsprofil einer Solaranlage folgen und seine flexible Last dazu genutzt werden kann, Netzüberlastungen zu reduzieren.

BayWa r.e. und GroenLeven arbeiten mit Alliander seit Herbst 2020 an diesem Projekt. Der Bau soll bis Ende August abgeschlossen und das System bis Ende 2021 voll betriebsbereit sein. 

Willem de Vries, Projektmanager bei GroenLeven, erklärt: „Neben der Tatsache, dass uns dieses Projekt wertvolle Einblicke in die Nutzung von grünem Wasserstoff als speicherbare Form von erneuerbarer Energie geben wird, ermöglicht es uns auch zu untersuchen, wie sich der Elektrolyseur an die wechselnde Erzeugung aus dem Solarpark anpassen kann. Wir sind sehr gespannt darauf, mehr über die Möglichkeiten einer solchen Anlage zu erfahren.“

Der Nutzen von grünem Wasserstoff beschränkt sich nicht nur auf seine Speicherfunktion, sondern kann dem Mobilitätssektor auch zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen. OrangeGas, Anbieter von grünen Kraftstoffen in den Niederlanden, wird den Wasserstoff aus dem SinneWetterstof-Projekt ankaufen und ihn an mehreren Tankstellen vertreiben. 

Manfred Groh, Strategy Manager, Corporate Strategy, Energy Policy & Sustainability bei BayWa r.e., ergänzt: „Der intelligente Einsatz von Elektrolyseuren kann dazu beitragen, dass weniger Investitionen in neue Netzanschlüsse oder -erweiterungen nötig sind. Dies wird einen stärkeren Zubau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Europa ermöglichen. Skaleneffekte bei der Solar- und Windenergieerzeugung sind entscheidend für eine möglichst kostengünstige Stromzufuhr für die Elektrolyse. Daher ist es jetzt an der Zeit, zu investieren und grüne Technologien voranzutreiben, die das Potenzial für eine langfristig nachhaltige Zukunft haben.“

Um Klimaneutralität zu erreichen, muss sich die Art und Weise, wie Energie erzeugt und verbraucht wird, grundlegend ändern. Neue Technologien und Lösungen für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen sind gefragt. Durch den Ausbau von Wasserstofflösungen auf Basis erneuerbarer Energien kann die Energiewende in Europa weiter vorangetrieben werden. BayWa r.e ist von den Vorteilen einer grünen Wasserstoffwirtschaft überzeugt. Neben den eigenen Geschäftsaktivitäten ist das Unternehmen daher in mehreren Initiativen aktiv, um erneuerbaren Wasserstoff als wichtigen Baustein für das Erreichen der Klimaziele zu fördern. 

Zusammen mit zahlreichen anderen Unternehmen ist BayWa r.e. Teil der „Renewable Hydrogen Coalition“. Dieses hochrangige und interdisziplinäre Netzwerk von Start-ups, Investoren, Unternehmern, innovativen Firmen und industriellen Abnehmern hat sich zum Ziel gesetzt, Europa zum Weltmarktführer für erneuerbare Wasserstofflösungen zu machen.

Darüber hinaus unterstützt BayWa r.e. die „Hydrogenizing Barcelona Initiative“, die 2020 ins Leben gerufen wurde. Mehr als 20 Unternehmen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen wollen hierbei im Großraum der spanischen Metropole eine grüne Wasserstoffwirtschaft implementieren. 

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Karin Kreuzer
Global Communications Manager
BayWa r.e. AG
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