BayWa r.e. forciert Neuausrichtung

  • BayWa r.e. passt wegen schwachen Marktumfelds die Planung an, Ergebnispfad bleibt klar positiv: Bereinigtes EBITDA 2027 gut 140 Mio. Euro bzw. für 2030 rund 150 Mio. Euro.

  • CRO Ziems: „Werden kontinuierlich weitere Restrukturierungsmaßnahmen umsetzen. In Europa liegt unser Fokus künftig auf bestimmten Kernmärkten – selektiver Ansatz in den USA.“

11. März 2026

München, 11.03.2026.

Die BayWa r.e. forciert ihre strategische Neuausrichtung auf Basis einer aktualisierten Planung infolge deutlich verschlechterter Rahmenbedingungen für die gesamte Erneuerbare-Energien-Branche. Bereits im ersten Jahr der Restrukturierung ist das Geschäftsmodell von BayWa r.e. gestrafft; strategische Marktaustritte und diverse Portfoliobereinigungen erfolgten in enger Taktung.

Das operative Geschäft wird – betrachtet auf Basis des bereinigten EBITDA (ohne Sonder- bzw. Einmaleffekte) – nach der aktualisierten Planung bereits 2027 deutlich profitabel sein. Konkret zeigt sie basierend auf dem jetzigen Geschäftsmodell für 2027 ein bereinigtes EBITDA von gut 140 Mio. Euro, und aus heutiger Fünfjahresplan-Sicht bis Ende 2030 rund 150 Mio. Euro bereinigtes EBITDA. Dies fußt auf der bereits jetzt verschlankten und kosteneffizienten Aufstellung der BayWa r.e. Das operative Tagesgeschäft bleibt angesichts ausreichend finanzieller Mittel von den angepassten Planungen unberührt.

Darüber hinaus wird es weitere Restrukturierungsmaßnahmen angesichts der schwierigen Gesamtmarktsituation für Erneuerbare Energie geben. In diesem Zuge verlängert sich auch der Planungshorizont des Unternehmens um zwei Jahre auf 2030. BayWa r.e. wird die Trennung von unprofitablen, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftseinheiten fortsetzen, die Kostenstrukturen weiter deutlich verbessern und sich so als kompaktere Einheit zusätzliches Ergebnispotenzial erschließen. Der Vorstand plant, im künftig nochmal deutlich effizienteren Zuschnitt der BayWa r.e. ein signifikant höheres bereinigtes EBITDA als 150 Mio. Euro im Jahr 2030 zu erreichen.

Hans-Joachim Ziems, CRO der BayWa r.e. AG: „Die Restrukturierung ist auf Kurs, allerdings liegt noch ein weiter Weg vor uns. Es gilt, bei unverändert positiven und nachhaltigen Ergebniserwartungen unser verkleinertes Geschäftsvolumen zu berücksichtigen. Angesichts der deutlich eingetrübten Marktbedingungen wird es kontinuierlich weitere Restrukturierungsmaßnahmen geben müssen. Dabei werden wir uns in Europa auf bestimmte Kernmärkte fokussieren. All dies ist zwingend erforderlich, um auf einer dann nochmal verbesserten Kostenstruktur ein nachhaltig positiv wirtschaftendes, verschlanktes Unternehmen zu schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den Eigentümern die richtigen Lösungen finden.“

Fokus auf europäische Kernmärkte und selektiver US-Ansatz

Im Detail wird das Unternehmen sich kontinuierlich auf seine Kernmärkte in Europa fokussieren. Die bereits im vergangenen Jahr initiierte Überprüfung der USA-Aktivitäten ist abgeschlossen: Vor allem mit Blick auf die dort herrschenden regulatorischen und energiepolitischen Unsicherheiten wird BayWa r.e. dort künftig einen selektiven Ansatz verfolgen.

Auslöser für die tiefgreifenden Maßnahmen bei der Ausrichtung der BayWa r.e. sind eine Reihe für den Gesamtmarkt adverser Faktoren: Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und einer Vielzahl europäischer Märkte sind die regulatorischen Hürden für alle Marktteilnehmer in den Bereichen Wind, Solar und Batteriespeicher in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

Dazu zählen unter anderem die massiven Auswirkungen im Zusammenhang mit den energiepolitischen Änderungen in den USA („OBBBA“). Ebenso ist auch künftig mit Verwerfungen auf den weltweiten Energiemärkten sowie dramatisch erhöhten geopolitischen Risiken zu rechnen.

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